kalter kaffee - samtig weich

kalter kaffee – samtig weich

In meinem Artikel über Cold Brew habe ich ja schon über die Vorzüge kalten Kaffees berichtet.

Kalter Kaffee?! Mag sich jetzt so mancher wundern?! Ist ja ekelhaft…

…das mag stimmen, wenn dieser seit Stunden auf dem Schreibtisch steht und jegliches Aroma verloren hat.
Brr…das stimmt, hier ist kalter Kaffee wahrlich kein Genuss. Höchstens bitter und schal. Und kalt.

Aber die Methode des kalten Brauens produziert einen hervorragend, weichen Kaffee, mit all seinen Aromen. Wunderbar stark, wenn man das will, und ohne die übermäßige Extraktion der im Kaffee vorhandenen Säuren.

Okay…darüber habe ich ja schon geschrieben, also weshalb dann noch einen zweiten Artikel?

Nunja, ich habe auf der Webseite von “Kaffee Kumpeln” den Cold Brew Kaffeebereiter von “asobu” entdeckt und wollte diesen einfach mal ausprobieren. Meine Lösung damals war ein Einmachglas. Hier das Kaffeepulver einschütten, 24 Stunden ziehen lassen, und dann durch einen Kaffeefilter abseihen. Das hat funktioniert und geschmeckt, war aber auch etwas geschlabber und man hatte einige Einzelteile und auch immer ein Filterbapier benötigt und dazu noch nicht wirklich transportabel.

Der hier erhältliche Kaffeebereiter versprach zumindest auf den ersten Blick die Lösung für das ein oder andere Problem, und stellte ein dekoratives Aussehen in meinem Kaffeemaschinenregal in Aussicht.

Der “asobu” ist keine konventionelle Kaffeemaschine denn mechanisch oder energiegetrieben läuft hier ersteinmal nichts ab.

Viel mehr handelt es sich hier um eine Thermoskanne mit aufgebautem edelstahl Dauerfilter.

Die Filter- und Siebeinheit welche in einem BPA freiem Kunststoffgehäuse untergebracht wird, wird auf die doppelwandig isolierte Thermoskanne geschraubt. In das Sieb wird logischerweise das Kaffeepulver gegeben, je nach Stärke und der einzugebenden Wassermenge etwa 40 Gramm, und im folgenden wird kaltes Wasser darüber gegossen bis der Wasserbehälter gefüllt ist. Das sind etwa 0,6l Wasser.

Nicht kochend. Nicht heiss. Kalt!

kalter kaffee - samtig weich
asobu – brewing in progress

Das ganze wird nun etwa 12 Stunden stehen, und ziehen gelassen. In dieser Zeit zieht das Wasser all die leckeren Aromen des Kaffees ganz sanft und sachte aus dem Pulver und wird, weil der Wasserbehälter durchsichtig ist, zusehends dunkler.

Je länger das Gebräu ziehen gelassen wird, desto stärker wird es. Ich hatt nach 24Stunden Einwirkzeit einen super starken, aber unaufdringlich leckeren Kaffee trinken zu können.

Wer genügend Platz in seinem Kühlschrank hat, kann das auch dort machen. The colder – the better.

Anfänglich bernsteinfarben wird der Kaffee nach etwa einem Tag richtig schön schwarz und stark erscheinen.

Da der Wasserbehälter mittels einem von aussen zu öffnenden Kugelventil nach unten, zur Thermoskanne hin abdichtet, kann, sobald man denk der Kaffee hat nun lange genug gezogen, mittels einfachem Knopfdruck das Ventil öffnen und das Gebräu nach unten hin ablassen.

Keine Sauerei, kein Getropfe.

Wer möchte kann nun noch einmal etwa 0,4l Wasser in den Wasserbehälter füllen und dieses noch etwas ziehen lassen. Oder er macht es wie ich und freut sich auf den super starken, aber wirklich samtig weichen, nicht bitteren und gar nicht säuerlichen Kaffee. Es mag komisch wirken, aber kalter Kaffee kann wirklich locken. 🙂

Der Wasserbehälter ist so schnell von der Thermoskanne entfernt wir er aufgeschraubt war.
Mit dem Aufschraubdeckel ist die Kanne dicht verschlossen und kann überall mit hingenommen werden – Schwimmbad, See, Wandern oder zur Fahrradtour. Wer es wirklich kalt mag kann noch ein paar Eiswürfel hinzugeben und hat nun etwa 24 Stunden lang die Möglichkeit kalten Kaffee zu trinken.

Okay…kalter Kaffee ist wirklich nicht dein Geschmack? Keine Sorge – natürlich kannst Du mit dieser Maschine auch heissen Kaffee zubereiten. Einfach heisses Wasser über das Pulver gießen, ziehen lassen, in den Tank befördern und Deckel drauf.
Heiß bleibt das Ganze 12 Stunden lang.

Schick für zu Hause, praktisch für unterwegs -> probiers mal aus.

 

Schau dir auch mal den Artikel zu “Iced Brew” an…das ganze in eisssss kalt. 🙂

WIKIPEDIA schreibt hierzu unter “Zubereitung und Konsum”:

“…Bei der Flüssigzubereitung wird er mit Wasser aufgegossen, ohne jegliche Zutat entsteht schwarzer Kaffee oder Kaffee schwarz. Für die meisten Zubereitungsmethoden wird Wasser knapp unterhalb des Siedepunktes verwendet. Ist die Wassertemperatur zu niedrig, schmeckt der Kaffee dünn, alt und sauer, ist das Wasser zu heiß, werden mehr Bitterstoffe aus dem Kaffeepulver gelöst und er schmeckt bitter und verbrannt. Eine Zubereitung mit Wasser bei Raumtemperatur ist möglich,[65] erfordert jedoch einen weit höheren Zeitaufwand von mindestens acht Stunden. Cold Brew ist eine junge Erscheinung, die international erst seit 2015 von größeren Kaffeeketten in das Sortiment aufgenommen wurde.[66] Sogar mit eiskaltem Wasser kann man Kaffee kochen: Cold Drip ist eine Sonderform des Cold Brew. Bei diesem Verfahren wird Wasser mit Eiswürfeln versetzt und über viele Stunden hinweg auf das Kaffeepulver getropft….”

*Artikel enthält unbezahlte Werbung durch Nennung von “Kaffee Kumpeln” und “asobu”

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