coffein

coffein – deswegen, aber nicht nur…oder doch?

Coffein ist der Inhaltsstoff weswegen man eigentlich angefangen hat Kaffee zu trinken – beziehungsweise diesen überhaupt erst entdeckt hatte. Nun ja, nicht alle Welt war erfreut vom Coffein und der aufmunternden Wirkung des Kaffees, sodass dieser zeitweise sogar verboten wurde.

Aus diesem dunklen Zeitalter sind wir zum Glück raus und der ein oder andere trinkt seinen Kaffee sogar entkoffeiniert – wenn das Goethe wüsste!

coffein
Strukturformel

Goethe ist quasi „schuld“ an der Entdeckung des Coffeins, der kaffeeliebhabende Dichter und Denker gab in den 20er Jahren des 18. Jahrhunderts den Auftrag an einen bekannten Apotheker und Chemiker, die aufweckende Substanz des Kaffees zu entdecken. Friedlieb Ferdinand Runge gelang dies natürlich auch und benannte die Substanz nach der lebensspendenden Bohne. Die in Tee vorkommende Substanz oft „Tein“ genannt, ist im Übrigen die Gleiche, zwar mit einem etwa anderem Wirkmechanismus, der für eine längere aber dafür später einsetzende Wirkung des Coffeins sorgt.
Erst in den 1890ern konnte Coffein künstlich hergestellt werden – daneben kommt Coffein in über 60 Pflanzen natürlich vor. Coffein dient nämlich eigentlich, ähnlich dem Nikotin in Tabakpflanzen, als Insektizid, um den Jungpflanzen einen Selbstschutz zu geben.

Reines Coffein ist ein weisses, in Wasser lösliches Pulver, das durch einen länglichen, stabförmigen Kristall gebildet wird. Die Löslichkeit ist eng an die Temperatur des Wassers gebunden. In 18°C können 22 Gramm pro Liter und bei 80°C 182 Gramm pro Liter gelöst werden.



Heute ist Coffein in unzähligen Getränken und Dosierungen enthalten, die oft wegen ihrer wachmachenden Wirkung gezielt zur Belebung des Geistes eingesetzt werden; die letale Dosis der Coffein Einnahme liegt bei ungefähr 10g und erzeugt bei längerer, höher dosierter Einnahme eine „Coffeinismus“ genannte Abhängigkeit, die sich mit Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen und Durchfall beim Absetzen des Gebrühs äussern kann.
Obwohl diese Gegebenheiten bekannt und nicht von der Hand zu weisen sind, ist Kaffee als Genuss und nicht Rauschmittel eingestuft.
Zum Glück.

Ich muss ganz ehrlich zugeben, ich habe noch nie in meinem Leben entkoffeinierten Kaffee getrunken, zumindest nicht wissentlich, ich wüsste auch nicht weshalb und wieso. Natürlich ist der warme einhüllende Geruch des frisch gebrauten Kaffees etwas ganz besonders und geschmacklich ein echter Genuss, aber weshalb sollte man coffeinfreien Kaffee trinken?
Wirklich nur wegen dem Geschmack? Für mich hat immer beides zusammen gehört.
Wie ich eben auch nie den Sinn von alkoholfreiem Bier oder nikotinfreiem Dampfen verstanden habe.
Vielleicht bin ich auch einfach noch zu jung dafür, um das zu verstehen.
Wahrscheinlich werde auch ich zum Decafinator wenn es sein muss, nur um auf meinen geliebten Kaffee nicht zu verzichten.
Wahrscheinlich…
Sicher ist nur, dass meine Nächte dann kürzer und die Morgende schlimmer werden – vor allem für die Menschen um mich herum. ☺

Wie haltet ihr das?
Mit oder ohne?
Warum?
Lasst uns einen Kommentar da!

*Zahlen Daten und Fakten durch kreuz und quer Recherche bei wikipedia  bestätigt.





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